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Transplantation


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Eine Transplantation wird in Erwägung gezogen, wenn mit Brille, Kontaktlinsen oder Speziallinsen keine ausreichende Sicht mehr erreicht werden kann. Außerdem natürlich, wenn ein akuter Keratokonus vorliegt oder eine Verletzung der Hornhaut.

Es gibt verschiedene Arten der Transplantation, separat oder in Kombination mit refraktären Methoden, die je nach individueller Ausgangslage gewählt werden sollten (Komplett, Teil-Rückfläche, Teil-Vorderfläche, Bowman-Membran, etc.).

Da es sich bei dem Transplantat um fremdes Spendergewebe handelt, kann es sinnvoll sein, auf ein Transplantat zu warten, welches in den immunologischen Merkmalen mit dem eigenen Körpergewebe übereinstimmt. Das minimiert das Risiko einer Abstoßungsreaktion, insbesondere dann, wenn z.B. nach einigen Jahren vielleicht ein weiteres Transplantat eingesetzt werden muss. Bei wenigen Betroffenen wird das Transplantat vom Körper abgestoßen, trübt ein oder bildet auch wieder einen Keratokonus aus.

Transplantationen werden, beim erfüllen der medizinischen Voraussetzungen, von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Eine Hornhauttransplantation wird erst dann in Erwägung gezogen, wenn die eigene Hornhaut irreparabel verletzt, nicht mehr klar und durchsichtig ist und durch eine andere augenärztliche Therapie nicht mehr wieder hergestellt oder erhalten bleiben kann.

HINWEIS:

  • Ziel der Transplatation: Die Transplantation soll wieder eine stabile, klare (durchsichtige) Hornhaut herstellen. Die neue Hornhaut soll auch nach Möglichkeit wieder eine glatte Hornhautoberfläche haben; was durch Naht positiv oder negativ beeinflusst werden kann. Die Mehrzahl aller Betroffenen kommt nach der Transplantation mit normalen Kontaktlinsen zurecht; in einigen wenigen Fällen genügt sogar eine Brille.

 

  • Dauer der Nachsorge und Ergebnis: Es kann bis zu ein bis zwei Jahren dauern, bis die letzten Fäden aus der Hornhaut entfernt werden. Nach dem ziehen der Fäden verändert sich die Sicht wieder und später werden fast immer dauerhaft Kontaktlinsen benötigt, selten reicht eine Brille. Es ist sogar möglich, dass die Sicht nach dem ziehen der Fäden schlechter ist - biologisches Material verhält sich manchmal nicht wie geplant oder gewünscht. Es ist besteht also eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Entfernen der Fäden die Sehstärke ändern wird - d.h. es müssen die Linsen / Brille neu angepasst werden.

 

  • Haltbarkeit: Ein Transplantat ist lebendes Gewebe. Alles lebendes Gewebe im Körper, sogar Knochen, Organe, Muskeln, etc., unterliegen im Körper einem regelmäßigen Vorgang der Erneuerung und Reparatur. Im Bereich der Augenhornhaut weden die lebenden Zellen ca. alle 5 bis 15 Jahre komplett ausgetauscht. In wie weit die festen Kollagenstrukturen ausgetauscht werden, ist nicht bekann; es gibt allerdings Vermutungen, dass es in einem ähnlichen Zeitraum getauscht wird.
    • So kann im Verlauf von Jahren durch die langsame Einwanderung von Zellen im Rahmen der Gewebeerneuerung, aus der umgebenden Hornhaut auch ein ein ehemals gesundes Transplantat wieder einen Keratokonus entwickeln.
    • Dieser Gewebeaustausch kann durch eine Vernetzung des Transplantates recht sicher verlangsamt oder sogar ganz verhindert werden. Aber vorhersagen kann man nicht, ob eine Vernetzung für immer hält oder nur für ein paar Jahre. Das gilt übrigens für alle Vernetzungen, auch ohne Transplantat.
       
  • Es kann mehrfach transplantiert werden; für die "Haltbarkeit" eines Transplantates können keine Aussagen gemacht werden. Es gibt zu viele individuell und umweltbedingte Faktoren, die nicht vorhergesehen werden können. Die Min-/Max-Angaben liegen zwischen ca. fünf Jahren und über 30 Jahren, die ein Transplantat gehalten hat.

  • Künstliche Hornhaut aus Zellkulturen (Stammzellen, Tierzellen) werden zum Teil in besonderen Fällen eingesetzt. Ein Möglichkeit die Organspender-Hornhäute zu ersetzen, wurde leider noch nicht etabliert.

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