KeraLens – Keratokonus Selbsthilfe

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Juni 2026 – Nach einem Hackerangriff wird es noch ein paar Wochen / Monate dauern, bis wieder alles in Ordnung ist.

Anpassung

Für die meisten Betroffenen mit leichtem Keratokonus (80-90%) gibt es im dauerhaften Umgang mit Brille oder normalen / speziellen Kontaktlinsen keinen Grund für eine Anpassung in Beruf oder Freizeit.

Aber für die wenigen mit einem mittleren oder gar schwerem Verlauf, sieht sieht die Situation schon etwas anders aus

Bei Keratokonus bleibt immer eine gewisse Einschränkung beim Sehen lebenslang erhalten, egal ob mit Brille, Kontaktlinsen nach Vernetzung oder Transplantation noch 20% oder gar 100% erreicht werden. Das Sehen bleibt, selbst wenn mit Sehhilfe 100% erreicht werden sollten, für Betroffene anstrengender als für “Normal-Sichtige” und erfordert mehr körperliche und geistige Leistung. Das gilt in geringerem Maße auch für “normal” Kurz- oder Weitsichtige.

Die Ursache für die höhere Anstrengung bei Keratokonus ist, dass trotz Sehhilfe und “theoretischen” 100% weder mit Brille noch mit Kontaktlinsen alle Doppelbilder, Halos, Sterne, etc. auf Null reduziert werden. Im Unterschied zu nur Kurz- oder Weitsichtigen bleibt immer ein gewisser Rest an Störbildern und Abweichungen, die aus der Sicht herausgerechnet werden müssen – und das kostet einiges an Kraft und Konzentration.

Dadurch werden bei mittleren oder schwererem Verlauf die privaten und beruflichen Möglichkeiten dauerhaft, für den Rest des Lebens, beeinflusst.

Meist beginnt Keratokonus erst nach der Schulzeit. So kann diese fast immer ohne besondere Unterstützung abgeschlossen werden; von häufigen Wechseln bei Brille oder Kontaktlinsen mal abgesehen. Bei besonders frühen Fällen kann es hier schon nötig sein, dass Eltern und Lehrer hier schon besondere Unterstützung geben.

Wenn einen der ausgeprägte Keratokonus in der Berufsausbildung oder dem Studium “erwischt”, muss man sich natürlich Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Ist das Studium noch zu schaffen? Wenn das Studium geschafft ist, wie lange kann ich den Beruf ausüben, wenn der Keratokonus schlimmer wird?

Gegebenenfalls muss man seine Lebensplanung anpassen – mit fortgeschrittenem Keratokonus wird man kein Pilot oder Rennfahrer, auch Programmierer oder Grafiker kann auf Dauer schwierig sein. Auch wenn man schon berufstätig ist, kann es z.B. bei Bildschirmtätigkeiten sinnvoll sein, nach beruflichen Alternativen zu suchen.

Wichtig ist es, nicht zu versuchen allein mit der Situation fertig zu werden, sondern sich Hilfe zu holen – mit der Familie, mit Freunden, Ärzten zu sprechen und Beratungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Die Berichte im Forum zeigen, das ein erfülltes Berufs- und Privatleben mit Keratokonus (oder anderen chronischen Krankheiten) möglich ist. Hilfe gibt es zum Beispiel bei Blinden- oder Sehbehindertenvereinigungen oder von Ärzten, die sich mit den Auswirkungen von chronischen Krankheiten auf den Lebensalltag auskennen. Es kann auch helfen, sich mit Betroffenen anderer chronischer Krankheiten zu unterhalten.

Das Schwierige bei starkem Keratokonus ist es die Wünsche und Vorstellungen für das Privat- und Berufsleben den realistisch, ohne BurnOut, erreichbaren Möglichkeiten anzupassen.


Es gibt viele Möglichkeiten seine Ziele zu erreichen und man sollte sich nicht von einer solchen “Kleinigkeit” wie Keratokonus davon abhalten lassen.